10 und mehr Luegen ueber Neuseeland

Versteht uns nicht falsch. wir LIEBEN dieses Land. allerdings gibt es nach wie vor ein paar dinge, die wir richtig stellen muessen. sozusagen der allgemein verbreitete irrglaube ueber neuseeland. das da waere:

1.) Linksverkehr macht Spass

2.) Neuseelaender backen leckeres Brot, das sich vollkommen mit dem deutschen Graubrot messen kann.

3.) Cricket ist das interessanteste Spiel der Welt und man kann stundenlang im Fersehen zusehen, wie sich ein paar Maenner die kleine Kugel zuschubsen. Ehrlich.

4.) Neuseelaendische Verkehrsschilder sind gut lesbar angebracht, nicht in der engsten Kurve oder so und auch ausreichend gross geschrieben.

5.) Das Wetter ist bestaendig gut, sonnig und warm.

6.) Neuseelaendische Tunnel sind gut beleuchtet und haben kein einziges Schlagloch, das dir auch nicht die Achse brechen kann.

7) Neuseelaendische Frauen sind die huebschesten der Welt.

8.) Die Waschbecken sind praktisch, da Heiss- und Kaltwasser aus getrennten Haehnen fliessen und das Wasser auf keinen Fall zu heiss ode zu kalt ist, auch der Abstand der Haehne zum Rand ist nicht zu klein bemessen.

9.) Das Wasser verursacht keine Blaehungen.

10.) Neuseelands Strassen sind komplett frei von toten Possums, Igeln, Voegeln, Hasen…nein, es gibt kaum Tierkadaver auf dem Asphalt.

11.) die Neuseelaendischen Geldautomaten spucken keine 800$ in 20$noten aus. NEIN nie gemacht. dass wuerd ja auch gar kein sinn machen. warum also tuen?

12.) lautet die Wettervorhersage ’sonnig und warm‘, wuerde es dem wetter nie, nie einfallen 24Std. durchzuregnen

13.) Neuseeland ist nicht die zweite Heimat von deutschen

14.) Kuehe in neuseeland gehoeren keinem ring organisierten verbrechens an

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The eternal struggle – Kampf gegen Flora und Fauna!

So. wir sind jetzt aus dem Catlins raus und leben erstanlicherweise noch. wir haben einen echt klasse trek gemacht, leide nur zwei tage, aber dafuer durch kiloweise matsch. und djungel. der wald ist hier kein wald, sondern tiefster, tropischer djungel (nur leider keine tropischen temperaturen, wir frieren immer noch). uebernachtet ham wir in einem ausrangierten bus, der vor 40 jahren durch Dunedin gegurkt ist…irre landschaft, atemberaubende ausblicke…aber das haben wir hier ja fast jeden tag, haha.

zwei dinge, die uns momentan beschaeftigen: seehunde und kuehe. ja genau kuehe, die lila dinger aus der schokoladewerbung. hier sind die allerdings nicht lila, sondern weiss, braun und schwarz, das sind die schlimmsten.

1) der seehund.

wir – frisch ans werk todesmutig am strand ueber stock und stein, den markierten trek lang, auf dem weg zum uebernachtungsbus. dabei waeren wir fast auf den bloeden seehund getreten, der, faul wie sonstwas mitten im weg auf dem strand lag (der strand war da nur ca. 150 centimeter breit). und da die viecher gar nicht so klein sind wie man immer denkt, und auch spitzere zaehne haben als man denkt, mussten wir einen 20/minuten umweg machen, nur um 20 meter den busch raufzukraxeln und uns durchs gestruepp in den wald zu boxen, um dann hinter dem hund wieder auf den strand zu rutschen. fies!

2) Kuehe

Kuehe. ja kuehe die mittlerweile, ohne dass es irgendwer bemerkt haette, sich gegen den menschen auflehnen um die Weltherschaft an sich zu reissen. Also angefangen hat das alles ganz harmlos. wir, unwissend von all dem wechsel der politischen weltmacht, kamen grad wieder aus irgendeinem gebuesch hervorgekrochen ( ein schoenes, mit vielen aesten und zweigen) auf ein gruenes weideland. dort sahen wir wie ein farmer seine kuehe zusammentrieb. doch dummerweise war kein farmer da und sie liefen direkt an uns vorbei. 2 dutzend um genau zu sein. bis hierhin ist ja noch alles ganz super, auch noch bis sie sich hinter uns wie eine riesige kavaleriefront aufreihten. unangenehm wurde es erst dann, als sie uns allesamt im galop den berg richtung klippen hinaufjagten. todesmutig haben wir sie aber dann doch alle nacheinander niedergewrestelt. muaha. Aber das war erst der spaehtrupp. die naechste horde hat sich naemlich weitaus gerissener angestellt. Also, wir wieder total unwissend dass der Feind auf uns lauert, aus dem naechsten busch hervorgetaumelt, wartet dieser genau am ueberstieg der elekrozaeune, dass wir ueberhaupt keine andere wahl hatten, als ueber diesen (natuerlich wieder todesmutig) in das naechste feindesland hinueberzuspringen. unsere letzte erfahrung mit dieser Meute haben wir gemacht, als wir aus dem naechsten Gebuesch (ich weiss es gibt hier viele gebuesche) ,durch dass wir von einer Meute Hunde gehetzt wurden, hinaussprangen. dort waren, wie gesagt noch mehr kuehe(staatsfeind no.1), die uns alle boesartig anmuhten. sogar die kleinen  Kaelber werden schon dahin erzogen, die menschliche spezies zu unterdruecken.

nun ja, den sumpf haben wir ueberlebt, seeloewen,  toedliche flutwellen, hunde, da werden wir uns nicht von so ein paar 10 dutzend bloeder Kuehe kleinkriegen lassen.

Wir nicht!!!

Geschenke von Jimmy

Jimmy war der Ire, von dem wir unseren Supervan gekauft haben. Wie wir mittlerweile erfahren haben, hat er nicht nur einmal seinen fuehrerschein verloren. fuer die matraze haben wir 50 tacken gezahlt, die folgenden dinge gabs umsonst und ohne unser wissen dazu (das meiste haben wir behalten):

1x Handsaege (ans hostel verschenkt)

1x Baseballschlaeger, kaum benutzt, liegt jetzt hinten auf der Rueckbank

1x gusseiserne Pfanne

3x Gabel

1x Schuesselchen

1x Metallbecher

1x Plastikteller

1x blauer Bauarbeiter-Schutzhelm (mit der Aufschrift „I love Vengaboys…Jimmy“ ?!?)

1x Bauarbeiter Signalweste in orange

1x dreeeeckiges T-Shirt „Chang Beer“ aus Thailand

1x Zimmermannsbleistift

2x Rolle mit Panzertape, sehr nuetzlich

1x Rolle Bindfaden

6x dicke, fette, ausgelutschte Batterien

1x leeres Kippenpaecken und jede Menge anderer Muell

22x Geld in neuseelaendischer Waehrung, nicht mehr gueltig

1x ein Dutzend abgelaufener WOF, REGO und Kilometerkaertchen

1x 5-liter Motoroel! saugut! danke Jimmy!!

Whazz up?

Sagt mal leute, schreibt doch hier mal rein as so los ist zu hause. sei es hofheim, WELTSTADT KRIFTEL oder marburg. irgendwas muss doch abgehen. irgendwelche news. neuigkeiten. neues halt. infos. ihr wisst schon…

New Zealand Alps

Nachdem wir die ersten 1000 kilometer mit unserer Karre (siehe roten flitzer hinter dem haesslichen blau-weissen kastenwagen) abgeschrubbt haben, und er uns noch nicht auseinadergefallen ist, sind wir nach gut zwei Wochen in Oamaru angekommen. Nach ein paar Tagen auf der Akaroa Peninsula, haben wir dann auch unseren ersten Trek gemacht. Atemberaubende, gruene Auen mit endlosem Blickfeld unter blauem Himmel, der krasse Kontrast zu dem schrillen rot-blau aus Australiens Outback. Uebernachtet haben wir in einem genialen Hostel (20 Betten, 2000 Schafe), supernette Menschen waren da. Jan hat Schnecken gekocht (und gegessen!!) die wir am Tag vorher aus dem Dreck – aeh Meer gezogen haben. Dann gabs ncoh Lammfleisch und Kartoffelsalat – Lecker! Jan kann ganz passabel kochen.

Akaroa haben wir dann in Richtung zentrale Suedinsel verlassen, weg von der Kueste. Autofahren in Neuseeland macht irre viel Spass, man kann kilometerweit fahren ohne auch nur ein Auto zu sehen (die „Autobahn“ ist hier nur einspurig). Und weil wir zuviel Kohle haben, dachten wir, wir testen die oertlichen Radarfallen mal aus. Die funktionieren ganz gut. Jan haette sich aber besser mal angeschnallt und ich waere mal besser nciht zu schnell geschlichen. Naja, wir haben die Knollen schon wieder raus, indem wir die folgenden Naechte einfach im SuperVan verbracht haben. War halt bisschen kalt, gelle, momentan haben wir so 5 grad, gestern hats geschneit. Nachdem wir in einem witzigen Kino waren (mit Sofas, der Inhaber hat uns sofort die alten Projektoren von 1930 gezeigt) sind wir zum hoechsten Berg Neuseelands gefahren (3752m, Aoraki Mt Cook) und haben uns dort weiterhin den Arsch abgefroren. Und gewandert, klar, ganz viel sogar. Kalt war es auch. Aber wir sind gewandert. Wenigstens gabs kein Schnee, nur Regen, der kam erst ein paar Tage spaeter.

Zurueck sind wir dann ueber ein paar nette Nebenstrassen quer durchs Landesinnere gejuckelt (brav 100 ausserorts, 50 innerorts gefahren) und sind mal wieder zu einem genialen Hostel gekommen. Owned by Tony, der das Hostel alleine schmeisst nachdem er Frau und Tochter bei zwei Autounfaellen verloren hat. Ein sehr bemerkenswerter Mensch, mit unglaublich viel Wissen ueber Neuseeland und seine Bewohner, aber auch ueber Europa. Abends gabs dann fangfrischen Lachs, zubereitet vom maitre de la cuisine persoenlich (klaro, das war jo). Tony hat sich gefreut und ne Pulle Wein spendiert. jaja, das waren ein paar tolle Tage, vorallem weil wir nachts mal nicht gefroren haben.

Dann anch zwei Tagen ab nach Oamaru, vorher ncoh schnell nen tollen Staudamm und prima Elephant Rocks besichtigt! Super!